BLOGPARADE: 10 FRAGEN ZUM #digitalLEBEN – meine 5 Cent dazu

Geschrieben am 9. Oktober 2014

PC

Habe diese Blogparade über Twitter entdeckt mit dem hashtag #digitalleben. Sie ist initiiert vom „Arbeitskreis Digitale Gesellschaft“ der SPD Schleswig-Holstein. Es haben scheint´s mal wieder so wenig Frauen mitgemacht – deshalb habe ich jetzt einfach mal für mich die Fragen dort beantwortet:

1.In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…

Mehr Freiheit, mehr Information, mehr Kontakte. Das bedingt für mich gleichzeitig die Pflicht, mich auch in Sachen Netzsicherheit zu informieren. Das heißt auch: Die Kontrolle über die Informationen über mich soweit wie möglich unter Kontrolle halten.

Eine Freundin mit einem kleinen Internetshop, die sich vor einiger Zeit aus Spaß mal googelte, musste feststellen, dass das Erste, was über sie zu finden war, ein Kommentar von ihr bei arte war: Da trauerte sie der guten Qualität von Bettwäsche nach… Besser selber was Neues hinterlassen im Netz.

Ich arbeite beim Radio, mittlerweile eigentlich papierfrei, selbst mit Kollegen, die mir in der Redaktion gegenübersitzen, kommuniziere ich per Mail – wg. der Korrekturen. Trotzdem habe ich neben dem Smartphone-Kalender noch einen aus Papier.

2.Mein Computer ist für mich…

Was Selbstverständliches – neben Smartphone und Tablet.

3.Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist…

Information und Kommunikation jederzeit und überall – und das ist gleichzeitig die Krux.

4.Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…

wir unsere Freiheit und Selbstständigkeit nicht verlieren. Datensicherheit muss wieder gewährleistet sein. Und Schutz vor vorschnellen Algorithmen.

Ich kenne bereits den Fall einer Bekannten, die bei einem Versandhaus Vorkasse leisten musste, weil ihre Postleitzahl in den Algorithmen dieses Betriebes auf Präkariatsverhältnisse hinzuweisen schien.

Neben dem Ruf nach neuen Gesetzen geht´s natürlich drum, selber aufmerksam zu sein bei dem, was in der digitalen Gesellschaft passiert – zum eigenen Schutz und Nutzen.

5.Die Digitalisierung verändert mein Leben durch…

hallo! Hat sie doch schon!

6.Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere?

Ganz einfach: Wer mit jemandem zwischen 12 und 40 in regelmäßigem Kontakt bleiben möchte, sollte sich schon WhatsApp einrichten und skype und was da noch folgt.

Alter sollte nicht das Kriterium sein – ich kenne Ältere, die fitter im Internet unterwegs sind als manche Jüngere.

Das bringt alles Erleichterungen, man sollte sich aber nicht das tägliche Leben davon bestimmen lassen und weiter mit dem den analogen Hund Gassi gehen.

7.Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?

Internet und Social Media sollten zu den zu lernenden Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben gehören. Programmieren gehört dazu.

Die Bildung hängt meist um Jahre der Realität hinterher, also: Lehrer_innen und Eltern sollten sich informieren, was Kinder im Netz nutzen und sich damit beschäftigen.

Beispiel: Mein 17-jähriger Sohn schnarcht sich gerade mit seinen Kumpels durch Informatik, weil dort Sachen durchgenommen werden, die er eh schon kennt. Er würde grade gerne mehr dazu wissen, wie man einen Youtube-Channel aufsetzt.

8.An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter?

Ich kann überall auf alles zugreifen (solange ich Empfang habe). Das ist super. Es heißt aber auch: Auch mal das Handy ausschalten können.

9.Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?

Gerade bekommen wir mit, in wie vielen Branchen das digitale Zeitalter verschlafen worden ist – z.B. bei den Verlagen. Es gibt noch zu viele Entscheider, die meinen, Internet und Social Media seien „sowas wie Facebook“, wo „man sich nur über Privates unterhält“.

Der Umbruch ist so markant, dass ihn viele erst langsam merken. Stichwort Medien: Es trifft ja nicht nur Zeitungen. Wenn Jugendliche heute nicht nur nicht Zeitung lesen, sondern auch nur im Internet fernsehen und Musik hören – wie lange wird es noch Radio und TV in der jetzigen Form geben können?

Da hilft nicht, sich über die böse Welt zu beklagen – da sind komplett neue Ideen und Strukturen gefragt.

– Und Unterstützung für die Old Economy: Ich kaufe bei meinen lokalen Buchhändler_innen, und ich kaufe im Kaufhaus. Ich möchte nämlich nicht in 10 Jahren für ein paar Socken 4 Euro Porto bezahlen.

 

 

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